Motivationsschub am Freitag
6. November 2009
Kommt schon, Freunde, nach einer starken Woche jetzt bloß nicht kurz vor der Ziellinie schwächer werden! Das Wochenende ist zwar in Sicht, aber das rechtfertigt nicht, wenn ihr jetzt vorzeitig schlappmacht!
Wer (heute oder auch sonst) Produktivitätsprobleme hat, der sollte dringend und möglichst umgehend das Ultimate Productivity Blog anklicken. Entdeckt habe ich es bei Sibylle, der ich auf diesem Wege knicksend für dieses Fundstück danke.
Zu gut, um zu verstauben
27. Oktober 2009
Mitte September war ich in London. Und ich habe natürlich englisches Zeux mitgebracht, zum Beispiel …
… einen hölzernen Beefeater mit intergrierter Kugelschreibermine. Jaja. Aber ich hatte auch Mitbringsel ohne Trash-Charakter im Rückreisegepäck:

Nick Hornbys ziemlich frisch erschienenes „Juliet, Naked“, das bislang noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Ich kaufe mir nämlich bei jeder Reise ins anglophone Ausland ein englischsprachiges Buch. Deshalb stehen inzwischen „Romeo & Juliet“, „To Kill a Mockingbird“ und irgendein seit Langem ignorierter John Irving – ungelesen – in den verstaubtesten Ecken meiner Bücherregale; fünf Bände von „Anne of Green Gables“ hat dasselbe Schicksal ereilt. Denn sobald mein Auslandsaufenthalt vorbei ist, verlässt mich jedesmal die Motivation – quasi auf der Landesgrenze -, meine Englischkompetenzen aufzubessern. Das jeweilige Buch fristet dann ein trauriges unbeachtetes Dasein. Und ich muss es unbedingt außer Sichtweite befördern, um nicht ständig an unerfüllte gute Vorsätze erinnert zu werden.
Dieses Mal also Nick Hornby, den ich sehr, sehr mag; denn ich hatte die Hoffnung, dass Nick sich schlicht und einfach nicht nichtbeachten lässt: weil er viel zu lustig, sympathisch, klug und originell schreibt, um ungelesen in der Bücherecke zu verstauben.
Stolz darf ich vermelden: Der Plan ging auf! Denn dieses Buch
- enthält die für mich lustigste vorstellbare Beschreibung eines Aufeinandertreffens zwischen einem Fan mit Stalkerpotenzial und dem Objekt seiner enthusiastischen Bewunderung.
- beschreibt die zweitschönste E-Mail-Beziehung nach Daniel Glattauer in „Gut gegen Nordwind“. Read the rest of this entry »
Das Gute kommt im Schuhkarton
26. Oktober 2009
Ich kenne diese Aktion nicht erst neuerdings – ich habe davon schon letztes Jahr gehört. Und das Jahr davor auch. Immer war ich begeistert. Nie habe ich mich beteiligt. Und warum? Weil sich bis Mitte November bei mir einfach noch keine weihnachtlichen Gefühle einstellen. Deshalb vergesse ich regelmäßig meinen guten Vorsatz, einen Schuhkarton mit Geschenken für ein bedürftiges Kind rechtzeitig zu packen, damit auch dort Weihnachten Freude herrscht, wo die Not groß und das Geld viel zu knapp ist.
„Weihnachten im Schuhkarton“ ist eine ganz, ganz tolle Sache, die absolut unterstützenswert ist. Und die Teilnahme ist so simpel: einen Schuhkarton weihnachtlich dekorieren, mit Geschenken für ein Kind befüllen, sichtbar markieren, für welche Altersgruppe das Geschenk geeignet ist, und das Päckchen bis zum 15. November an einer der zahlreichen Abgabestellen überreichen, damit es pünktlich bis Heiligabend bei seinem kleinen Empfänger ist.
Warum ich dieses Jahr garantiert nicht vergesse, meinen Karton beizutragen? Weil so ein Blog-Eintrag einen selbstverpflichtenden Charakter hat. Ich habe meinen Vorsatz erstmalig in den virtuellen Web-2.0-Stein gemeißelt. „Vergessen“ gilt nicht, ich bin dabei. Wer noch?
Nachtrag vom 27.10.2009: Aha, neben meinen engagierten Kommentatoren ist – so sehe ich grade - auf jeden Fall auch Petra dabei! Und zwar nicht, wie ich Vergessnudel, zum ersten Mal …
First give, then take
25. Oktober 2009
Ich habe nicht weniger als drei (richtig) gute Gründe, diesen Beitrag hier zu schreiben:
1. Wenn meine Netzwerkkollegin Biggi, die mir schon gefühlte Hunderte von Malen lebenskluge, erfahrene und pragmatische Ratschläge gegeben hat, zu einer Aktion aufruft, dann weiß ich: Diese Aktion ist durchdacht und bietet eine gehörige Portion Win-win-Potenzial. So ist sie nämlich, unsere Biggi! (Ich erinnere mich noch an „The Power of Positive Thinking“, zu der Biggi mal aufgefordert hat. Spricht doch für sich!)
2. Wenn ein junges Blog (nein, ich meine in diesem Fall nicht meins!) originelle und sympathische Ideen entwickelt, um auf sich aufmerksam zu machen, dann geht es mir wie immer, wenn jemand originell und sympathisch ist: Ich möchte das unterstützen.
3. Ich stehe total auf Überraschungen. Ist so!
Und nun Butter bei die Fische – worum geht es? Das nicht einmal ein Monat alte Solitaire-Blog (übrigens: Glückwunsch zum Geburtstag nachträglich!) wünscht sich Leser, Verlinkungen, ein bisschen Aufmerksamkeit (wer sich das nicht wünscht, fängt schließlich gar nicht erst an zu bloggen). Und weil die bewährte Lebensweisheit „First give, then take“ nicht nur beim Netzwerken oder bei der Nachbarschaftshilfe gilt, sondern ebenso in der Blogosphäre, haben sich die Solitaire-Betreiber was Schönes ausgedacht: Wer ihrem Blog einen Link schenkt, dem wird eine Überraschung gewidmet. Und wer sich anschaut, mit wie viel Freude und Authentizität die „Jungblogger“ Monika und Dieter Lechler zu bloggen begonnen haben, der verlinkt eh gerne zu ihnen.
Viel Erfolg und Spaß Euch, liebe Blogger-Kollegen! Man liest sich!
Unausweichliche Vorgänge
23. Oktober 2009
Eine weitere liebe Kollegin von mir bloggt neuerdings – und zwar zu einem Spezial-Topic: Unter Kollege-Ich.de setzt sich Gudrun mit einzelkämpfenden Unternehmer/-innen auseinander, also mit Fragen nach Selbst- und Zeitmanagement, der Organisation des Homeoffice und ähnlichem.

Damit ich das nie vergesse, schmückt dieses Schild meine Bürowand. Geschenkt hat es mir übrigens mal Elke.
Diesen Themen bin ich naturgemäß verfallen, bin doch auch ich selbst meine eigene Chefin und entsprechend auf Disziplin, Organisation und geschickte Zeiteinteilung angewiesen. (Ich! Haha! Jemand, dem die Grundschullehrerin die Empfehlung fürs Gymnasium zunächst verweigern wollte, und zwar mit der Begründung: „Auf der Realschule lernst du eher, endlich mal ein aufgeräumtes Federmäppchen mit dir zu führen“. Ich war dann aber doch auf dem Gymnasium, ätschbätsch, und passende Stifte habe ich mir zwischen Klasse 5 und Jahrgangstufe 13 eben von Nachbartischen geliehen – ebenso wie Pausennahrung, Taschentücher, Mathebücher, Hausaufgaben …)
Heute weiß Gudrun geschickt zu argumentieren, dass Joggen während der Arbeitszeit ein formidabler Weg sei, den Körper mit Sauerstoff zu fluten und die eigene Produktivität damit zu erhöhen. Zwar gibt sie zu: Zu Anfang wird der untrainierte Körper sich so schlapp fühlen, dass eine Rückkehr an den Schreibtisch nicht viele Resultate bringt – aber, so versichert sie: „Falsch ist, dass das so bleibt.“ Schon nach wenigen Wochen reduziere sich die Regenerationsphase auf ein Minimum, und „statt Erschöpfung macht sich jetzt Sauerstoff im Körper breit“.
Als Bewegungsmeider („Meider“ mit „i“, nicht „Melder“ mit „l“) fühle ich mich von Gudruns Argumentation natürlich angespochen (sie legt es aber auch drauf an: „Wieder eine Ausrede neutralisiert. Sorry, liebe Sportmuffel“ – kein Wunder, dass ich mich gemeint fühle!). Du behauptest also, liebe Kollegin, die anfänglichen Zeitfresser bestünden lediglich aus
umziehen, losgehen, den Sport ausüben, zurückkommen, duschen, umziehen, stärken. So weit, so planbar, circa zwei Stunden, das entspricht einer verlängerten Mittagspause.
Und danach natürlich: Regeneration.
Aber Gudrun – was hast du nicht noch alles vergessen! Ich zeige dir mal einen Ausschnitt.
Bevor sich losjoggen lässt, steht noch an:
- Ausgiebig in sämtlichen verfügbaren sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook, Wer-kennt-wen …) ankündigen: „Oh, ich gehe heute joggen. Hört Ihr? ICH gehe heute joggen!“ Ein Freelancer-Muss: das Vorhaben spätestens eine Stunde vorher das erste Mal ankündigen und dann im 10-Minuten-Takt das Näherrücken des Aufbruchs kommentieren. Nettozeitaufwand: ca. 20 Minuten.
- Schuhe suchen – das heißt: einen Schuh. Der andere Sportschuh befindet sich dort, wo man ihn vermutete: in einer Kiste voller selten genutzer Fußbekleidungen (neben Badeschlappen, Gummistiefeln, den Konfirmationspumps). Aber wo ist der andere? Man war gewiss beim letzten Sportversuch nicht einbeinig losgezogen! Nettozeitaufwand: nicht unter 10 Minuten.
- Same procedure mit der Jogginghose. Irgendwo hinten im Schrank MUSS sie doch … So groß ist der Schrank nun nicht, Nettozeitaufwand deshalb nur max. 5 Minuten.
- Ist der letzte Sportversuch länger her als 12 Monate, muss erstmal der Schock verdaut werden (Nettozeitaufwand: 3 Minuten), dass die Sporthose mit einem Mal so merkwürdig spannt. Weg zur Waage plus Überwindung, sich draufzustellen, plus Draufstehen, aber sich nicht trauen, runter zur Anzeige zu schauen: Read the rest of this entry »
Vorsicht, Frau am Steuer
22. Oktober 2009
Ganz entzückend!
Ich habe natürlich auch noch einiges gelernt bei diese Episode des „7. Sinn“.
Ein Herz für Blogs
16. Oktober 2009
Ach, warum sollte ich eigentlich nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen überregionale Blog-Aktionen mitmachen? Gerade drücke ich mich sowieso erfolgreich davor, einen Pflichttermin in meinem Sportstudio zu absolvieren – und wie soll ich meine Rückenmuskulatur stärken, wenn ich doch auf der Stelle mein Herz für Blogs zeigen muss? Da muss das eine wohl fürs andere warten!

Okay, Empfehlung 1 wirkt so einfallslos, dass man mir vielleicht nicht mehr zutrauen wird, dass ich wenigstens bei Empfehlung 2 oder 3 mit größeren Überraschungen aufwarte. Das Risiko gehe ich ein, denn es ist nun mal das Blog, das ich seit etwa einem Jahr an jedem einzelnen Tag anklicke, also hat es keinen anderen als Rang 1 verdient:
Stefan Niggemeier ist halt herzerfrischend clever, kritisch und kleinkariert, sofern es um Undinge in der deutschen Medienlandschaft geht. Er hat eine tolle Schreibe, fundierte Meinungen und einen scharfen Blick fürs Unsägliche.Der Literaturnobelpreis an Hertha Müller war überraschend genug, da muss ich hier mit meinem Siegerplatz nicht auch noch für Staunen sorgen. Basta!
Silent Diva habe ich ehrlich in mein Leserherz geschlossen! Vielleicht auch deshalb, weil sie sich immer wieder beherzt mit einem rebellischen Widerwillen gegen ihren Wohnort Marburg auslässt. Das habe ich in meinen ersten vier Studentenjahre in dieser Stadt ebenso gemacht, bevor ich in lethargische Apathie gefallen bin. Es wäre aber zu kurz gegriffen, wenn dies zur Annahme führte, ich identifizierte mich deshalb mit der Bloggerin – sie ist in ihrem Abscheu gegen „Entenhausen in Scheiße“, gegen nervige Mädchensätze und WGs einfach viel origineller und kreativer, als ich es je gewesen bin.
Britta bloggt mit viel Liebe und viel Originalität. Einer meiner Lieblingsbeiträge von ihr heißt Zeitmanagement in Hamburgs Untergrund. Der Beitrag enthält für Chaosmenschen ein gewaltiges Identifikationspotenzial!
Der Rechthaber schreibt nicht nur, aber auch (und wenn, dann in lesenswerter Weise) über Rechte, Rechthaben und Rechtsprechung. Es geht ebenfals um Tiere, Nasen, Autos, Musik. Oder Roben. Recht vielseitig eben.
Bei Tinas Text de luxe steht nicht weniger als die große weite Welt im Fokus. Oder auch mal das ganz, ganz Klitzekleine. Scharfer Blick eben, wie sich das für eine Texterin gehört!
Meine Abschluss-Empfehlung (übrigens nicht, weil mir keine weiteren tollen Blogs einfielen, oh nein, ich werde mich furchtbar über das ein oder andere Schätzchen ärgern, das mir nicht rechtzeitig eingefallen ist!) ist dann doch wieder eine Überraschung, jedenfalls für mich selber. Für eine Frau, die stoisch behauptet „Schuhe sind zum Laufen da und sollen bequem sein“ und regelmäßig renitent zu jedem Friseur sagt „Irgendwas Praktisches, das ich morgens nicht erst in Form föhnen muss“, ist es schon sehr ungewöhnlich, ausgerechnet ein Lifestyle-Blog regelmäßig zu lesen. Aber Susi bestückt Texterella halt sehr augenzwinkernd. Da springt auch für einen Modemuffel wie mich was raus.
Mein Gott, jetzt ist es aber spät geworden! Nun aber ab auf die Folterbänke!
Ein Resümee: Blog Action Day 2009
16. Oktober 2009
An einem einzigen Tag erheben weltweit Blogger verschiedener Nationen ihre Stimme, um grenzüberschreitend für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen: So in etwa lässt sich die Idee des Blog Action Day (BAD) zusammenfassen, der gestern stattgefunden hat; 13.166 Blogs haben am 15. Oktober 2009 einen Beitrag zum Thema Klimawandel veröffentlicht.
Aber heute soll ja nicht alles gleich wieder vorbei sein! Im Gegenteil, der BAD 09 sollte dazu dienen, Aufmerksam zu wecken und Diskussionen anzuregen – mit anderen Worten: der Beginn von etwas Großem sein.
Das Wichtigste vorweg: Was bleibt zu tun? Wie geht es nun weiter? Ein paar Ideen haben die Initiatoren des BAD gesammelt. Eine der schönsten Möglichkeiten, sich weiterhin zu engagieren (Nr. 7 der verlinkten Vorschlagsliste): die beeindruckendsten eigenen Naturfotos auf der Seite Earthhour hochladen, um zu zeigen, wie die Welt, die wir uns wünschen, aussehen sollte.
Befreundete Blogger/-innen hatten gestern diese Dinge zu sagen:
Elke nennt schockierende Zahlen und Fakten - aber weiß auch:
„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
Birgit kann etwas Ermutigendes berichten:
Das Magazin „The New Yorker“ berichtet im Artikel „Exit Through Lobby“ vom „positiven Exodus“ US-amerikanischer Firmen aus der amerikanischen Handelskammer, weil diese ihre geballte Lobbymacht dazu nutzt, neue Klimaschutzgesetze zu verhindern, die vermeintlich die freie Wirtschaft behindern würden.
Und warum? Weil „die globale Erwärmung nicht nur schlecht für unseren Planeten, sondern auch schlecht für’s Geschäft ist.“ Endlich kapieren sie’s!
Biggi verlinkt ein Video mit ergreifenden Naturaufnahmen (und einem Soundtrack, der Gändehaut macht), in dem gefordert wird: Erhebt Eure Stimme gegen die, die das Leben, das sich seit 540 Millionen Jahren entwickelt, in nur 100 Jahren zerstören!
Andrea resümiert, wie sie selbst den Klimawandel zu spüren bekommt – durch sich verändernde Jahreszeiten zum einen, aber zum anderen auch durch Billig-Discounter, die langsam ahnen, dass nachhaltige Angebote sich auch für sie rentieren könnten.
Nina gibt Tipps, wie jeder (!) einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, indem er ein paar einfache Ideen im (heimischen) Büro umsetzt.
Silke zieht augenzwinkernd Ökobilanz ihres Buchmessebesuchs – und weiß nun: Klimakiller lauern überall. Macht euch das ruhig mal bewusst!
Und ein twitternder Siegener Archivar fragt: Haben auch Archive was mit Klimaschutz zu tun?
Mehr als 13.000 weitere Blogs haben sich gestern zum Klimaschutz geäußert. Gut so! Andererseits: 13.166 Blogs – weltweit? So wenige? Allein die Zahl der aktiven Blogs in Deutschland dürfte etwa 20 Mal so hoch sein (manche sprechen von ca. 260.000, andere sogar von 500.000) – und Deutschland ist nun wirklich nicht gerade eine Bloggernation, anders als die USA, wo Blogs einen ziemlich bedeutenden gesellschaftlichen Stellenwert haben.

Ja, ich muss es sagen: Ich bin auch enttäuscht vom gestrigen Blog Active Day. Wo waren denn die deutschen Internet-Gallionsfiguren, diejenigen, deren Blogs mehrere Zehn- bis Hunderttausend Besucher im Monat haben? Medienjournalist Stefan Niggemeier zum Beispiel (mehr als 250.000 Leser im Monat) oder Sascha Lobo? Weder dessen Blog saschalobo.com noch das von ihm neben Kathrin Passig, Holm Friebe und anderen Online-Vorreitern bestückte Gemeinschaftsblog Riesenmaschine haben sich gestern um das Thema geschert. Klar, Klimaschutz ist nicht ihr Hauptanliegen (meines übrigens normalerweise auch nicht). Aber Hintergedanke des gestrigen Tages war ja gerade, dass sich alle um dieses Thema kümmern, weil es eben jedermanns Thema ist!
Elke hat die afrikanische Weisheit mit den vielen kleinen Leuten zitiert, die viel erreichen können – gehen wir also mal davon aus, dass wir gestern einen winzigen, aber wichtigen Beitrag leisten konnten. Bloß: Schön wäre es doch auch, wenn ein paar große Leute mitgemacht hätten – die hätten mit ihrer Reichweite sicher nicht geschadet!
(Um meinem Pessimismus Einhalt zu gebieten, muss ich ehrlicherweise zugeben: Das Weiße Haus war dabei und ebenfalls Großbritanniens Premierminister Gordon Brown. Doch, die darf man wohl als „große Leute“ bezeichnen.)
Ich bleibe aber bei der Frage: Ist Klimaschutz denn unsexy? Frage zwei: Ist es nicht völlig egal, wie sexy das Thema ist, wenn wir kurz davor stehen, alle draufzugehen?
Hoffen wir, dass gestern eine Welle ausgelöst wurde, die Großes anstößt. Damit wir auch nach dem Jahr 2035 noch eine Welt haben, die sich zu bewohnen lohnt!
Foto: Ralph Stahl, pixelio.de
Blog Action Day 2009 – Es geht um unseren eigenen Hintern!
15. Oktober 2009
Ich musste mich heute aus zeitökonimoischen Gründen entscheiden: Eitelkeit oder Pragmatismus? Ich habe Letzteres gewählt: Weil das Gemeinschafts-Blog Textguerilla (für das ich auch schreibe) mehr Leser hat als der Textsektor-Blog, habe ich meinen Textbeitrag zum Blog Action Day 2009 dort veröffentlich.
Hier möchte ich noch dieses wirklich beeindruckende Video des belgischen Regisseurs Nic Balthasar zum Thema Klimawandel empfehlen: ACT NOW! Bitte nehmt Euch die 3 Minuten 59 dafür.
Und man mag von Michael Jackson halten, was man mag – der Earth Song bewegt mich!
Das fehlt uns noch!
13. Oktober 2009
Schon seit Jahren, wenn auch mit Pausen, nutze ich das kostenlose Portal One Word a Day, kurz OWAD, um mein Englisch aufzubessern. Jeden Tag bekomme ich per E-Mail eine Vokabel oder ein Idiom auf Englisch per E-Mail zugeschickt und wähle dann aus drei Möglichkeiten diejenige aus, die ich für die korrekte Übersetzung halte.
Heute habe ich ein Sprachschätzchen gelernt! Nämlich „putpocket“ – das Gegenteil von „pickpocket“, dem Taschendieb.
Die Erklärung:
a person who secretly puts money people’s pockets and purses
(Randbemerkung: Fehlt da nicht ein „in“?)
Die deutsche Übersetzung:
das Gegenteil von einem Taschendieb
(Zweite Randbemerkung: Den Dativ an einer Stelle, an der ein Genitiv besser aussehen würde – der Dativ ist dem Genitiv sein Tod und so – sehen wir den Portalbetreibern selbstverständlich nach und ignorieren ihn höflich!)
Halloooohooo? Wieso haben englischsprachige Menschen einen so reizenden Begriff – und wir können ihn nicht ins Deutsche übersetzen? Heißt das, Read the rest of this entry »
